Pokemon Go – Wie ohne Not ein Spiel kaputt gemacht wurde – Teil 2 – Events

Erinnert Ihr Euch noch an das Wasserevent? Ihr meint welches? Na, ich meine das erste Wasserevent. Überall Klapperfische. Ihr wisst nicht was Klapperfische sind? Karpadore. Am ersten Abend hatte ich gleich drei Shinys gefangen. Was die Events damals so geil machte, es hab eigentlich grundsätzlich immer Dinge, die es vorher noch nicht gab, es gab geile Boni und oft genug nicht nur einen davon.

Etwas anderes zeichnete die Events damals aus, die Events gingen ne Woche, vielleicht auch mal paar Tage länger. Beim Weihnachtsevent wurde einem vieles in den Allerwärtesten geblasen. Es war nur geil geil geil.

Dann kamen die Safari-Zonen und Go-Feste. Ja, Niantic hatte seine Probleme. Zusammengebrochene Handynetze. Live-Streams, wo statt der eingeübten Show man die Spieler „Wir wollen spielen“ schreien hörte. Aber letztlich waren es doch geile Nummern. Und der Vorteil… wenn das Event vorbei war, war Pause – also kein Eventzeit – und man konnte sich auch mal erholen.

Was passierte? Es kamen die Communitydays dazu. Ein Vieh im Rampenlicht, meist gab es davon noch kein Shiny, was mit dem C-Day vorbei war. Spezielle Attacken. Spezielle Boni. Anfangs war auch das noch geil. Nur an Menschen, die da keine Zeit hatten, wurde da auch noch nicht gedacht. Dann fing man an den Communityday mal samstags, mal sonntags, mal vormittags, mal nachmittags stattfinden zu lassen.

Irgendwann war man mit dem Startern kurz hinter der aktuellen Generation angekommen. Der übliche Rhythmus Starter, Topvieh, war nicht mehr beizubehalten. Man änderte den Modus. Simsala, Bibor, Porygon Z… wir kamen in der effektiven Belanglosigkeit an. Despotar wurde durch die C-Day-Attacke zum besten Steinangreifer, der später von Rihornior abgelöst wurden. Viele Starter wurden zu Topviechern ihres Typs durch die C-Day-Attacke. Aber nun…

Dazwischen positionierte man weitere Microevents.

Rampenlichtstunde dienstags, wo ein Vieh eine Stunde häufig und verstärkt spawnt und man ein Bonus, z. B. mehrfach Staub, mehrfach Bonbons beim Verschicken von Pokemon bekommt. Das nächste Event mit fester Zeit. Auch wo es durchaus Spielern passieren kann, dass diese z. B. aus beruflichen Gründen keine Chance haben dieses Microevent außer vielleicht im Urlaub je zu spielen.

Legendäre Raidstunde, die war vor der Rampenlichtstunde da. Läuft mittwochs. Der aktuelle 5er Raidboss ist dann für eine Stunde über jeder Arena. Geil wenn es sich um einen Top-Boss handelt. Bescheiden, wenn wie zuletzt nur aufgewärmte Sachen im Raid sind. Auch hier hat man dieselbe Problematik, mit den Spielern die zeitlich können oder nicht können.

Verstärkt wird die Problematik dadurch, dass verständlicher Weise Spieler ihre kostenlosen Dienstagsraidpässe erst Mittwoch machen, sich dann gleich den neuen Pass holen und so mittwochs zwei kostenlose Raids hintereinander machen. Bequem für die betreffenden Spieler. Ärgerlich in kleinen Communitys, wenn Spieler dadurch dienstags niemand mehr zum Raiden finden.

Hatte ich was von Raidpause gesagt? Die gibt es heute fast nicht mehr. Kaum ist ein Event vorbei, startet ein neues. Oft genug überlappen sogar die Events, so das man zwei im schlimmsten Fall sogar drei Events gleichzeitig hat.

Wir haben hier ein zuviel und zuhäufig an Events, was zahlreiche Spieler überfordert und wo viele Spieler die Lust verlieren.

Dann kam man auf die Idee, mit den Erfolgen der Go-Feste und bezahlten Safarizonen, auch Bezahlevents einzuführen. Zum einen sinnfreie Microforschungen am Rande der Communitydays. Dann aber auch Events mit besonderen Questreihen, wo es am Ende dann besondere Belohnungen, wie Regigias oder Genesect gab, die zum Zeitpunkt des Events nicht im Spiel waren. 7, 8, 10 Euro, was auch immer konnte man hier zahlen, oder 16 Euro für ein GoFest@Home. Für die einen eine scheinbare Paywall muss man sagen, dass die besondere Belohnung nie besonders geblieben ist. Irgendwann kommt dann immer die kostenlose Questreihe, die Zeit wo die besonderen Viecher in Ex-Raids oder Level 5-Raids wandern und dann bekommt jedermann das Schmakerl für lau hinterhergeschmissen.

Oder nehmen wir das GoFest@Home. Wo massig Viecher, Raids und Boni rausgehauen wurden. Für ein reguläres Go-Fest zahle ich gerne Geld. Man hat zusätzlich noch ein Rahmenprogramm auf dem Veranstaltungsgelände. Man trifft andere Spieler, die man sonst nicht trifft. Aber das GoFest@Home war ein Pay-Event wo von 3 Boni, 2 Boni Free2Play erhältlich waren. Wozu also das Geld ausgeben, wenn man wie gesagt das Schmakerl hinterher eh noch irgendwann hinterhergeworfen bekommt.

Aber seien wir auch mal ehrlich. Die normalen Events sind beliebig geworden. Da gibt es Events wo nur die Einführung eines neuen Shinys gefeiert wird und dann stehen statt dem besonderen Pokemon mindestens 4, 5 andere Viecher in Massen rum. Weitere Boni Fehlanzeige. Sprich, selbst normale Events wurden so weichgespült, dass diese sich manchmal nicht mal mehr wie ein richtiges Event anfühlen und so der Funfaktor auch nahezu komplett fehlt.

Als Pokemon-Mediziner, muss ich sagen, das Niantic an einer ausgewachsenen Eventitis leidet. Zuviel, zu häufig, oft an zu festgenagelten Zeiten, zu belanglose Events, Payevents und und und, alles Sympthome der Krankheit.

Als Spieler hat man hier, neben anderen Dingen im Spiel, das Gefühl, das sich der ganze Tagesablauf nur noch um Pokemon Go drehen soll. Und genau das ist es, was nicht nur mich mittlerweile total abtörnt.

Im nächsten Teil geht es dann um die Teams, Teamfarben und Bugs. Ich hoffe ihr seit weiter dabei.

Logo Pokemon Go: Niantic, Pokemon Inc., Enton: Pokemon Inc.

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