Darf ich mich vorstellen?

Es könnte sogar sein, das der ein oder andere mich noch kennt. Unter dem Pseudonym ThunderHawk postete ich in zwei Foren von 2011 bis etwa 2014 meine täglichen Fortschritte unter dem Titel „Ich bin schlank, man sieht es nur noch nicht!“. Später folgte ein eigener Blog unter dem Titel „The Spirit of the Hawk“, der nicht minder erfolgreich war. Die Themen waren Abnehmen, Sport, Ernährung und Gesundheit.

Mit Spaß und humorvollen Biss nahm ich seinerzeit über 90 Kilo ab. Mutierte vom Faultier zum Läufer und landete dabei auch an der Startlinie des Berlin Marathons. Danach ging es bergab.

Zahnprobleme mit einer durch kleinere Behandlungsfehler hervorgerufene Dauerentzündung machten den Anfang und sorgten über Monate für wenig Sport. Zwischenzeitlich landete meine Mutter mit einem erneuten Wirbelbruch und einer Teilquerschnittslähmung im Rollstuhl.

Als es bei mir wieder aufwärts ging, scheiterte viel am Rücken. Wo erst nach über einem Jahr ein neuer Physio bemerkte, das ich falsch behandelt wurde. Die Schmerzen vom Rücken kamen nicht vom Rücken, sondern von einem Beckenschiefstand.

Ein Infekt wurde nach dem Standardspruch meiner damaligen Hausärztin – „Hier die Krankschreibung, holen sie sich mal für die Erkältung was in der Apotheke“ – verschleppt, fand meinen Körper so gut und vollzog einen Etagenwechsel. Gleichzeitig fingerte man an den Blutdruckmediakenten herum und zog damit die Leistungsfähigkeit noch weiter herunter.

Zwei neue Ärzte lernte ich kennen. Mein neuer Pumpenspezialist änderte dabei die Medikation dramatisch ab. Zudem stellte mein Lungenarzt noch Asthma mit Belastungsreaktion fest.

Eine Zeit ging es trotz Asthma wieder bergauf. Die Medikamente halfen topp. Laufen ging wieder. Eigentlich hätte ich glücklich sein müssen. Bis zu dem Zeitpunkt, wo ich auf ein schwächeres Asthmamedikament umgestellt wurde.

Schon wenige Tage später merkte ich, das irgendwas nicht passte. Und nun fingen die Flops an.

Mein damaliger Lungenarzt war Top. Arzt und Patient auf Augenhöhe – nicht das Übliche ich bin was Besseres als Du Verhältnis. Nur leider war es so, das der Doc nur 3 Tage in der Praxis war und zwei Tage in einer Lungenfachklinik im Thüringischen. Normal nicht problematisch.

Doch, es war problematisch! Statt meinem Lungenarzt saßen auf einmal Vertretungsärzte da. Die Lungentests ergaben, das da was schlechter geworden ist. Aber Vertretungsärzte sind nun mal Vertretungsärzte, weil sie jemand vertreten. Das bedeutet auch, das diese meist keine eigenen Entscheidungen treffen, sondern auf ein Gespräch mit dem eigentlichen Facharzt verwiesen. Dumm nur, wenn die nächsten 5 Termine – und damit fast ein Jahr – nur Vertretungsärzte und dazu noch jedes mal ein anderer vor einem saßen.

Eine Beschwerde nutzte leider nichts und so bin ich jetzt – passenderweise in Coronazeiten – auf der Suche nach einem neuen Lungenarzt.

Mit den gesundheitlichen Problemen wurde der Sport immer weniger. Mit dem immer weniger Sport kamen die Kilos wieder zurück. Und pöh ah pöh, da konnte ich noch so oft eine Reißleine ziehen, war ich wieder da wo ich angefangen habe.

Nein, eigentlich ist der Stand noch Schlimmer. Nicht nur die Kilos sind wieder da, auch andere Probleme schlagen radikal zu. Die rechte Schulter schmerzt eigentlich immer, so dass ich nicht mal mehr auf meiner Lieblingsseite schlafen kann. Die rechte Hüfte schmerzt. Die Beine sind instabil. Nach Belastung kommen die Hustenanfälle immer wieder.
Dazu wechselte ich meinen Hausarzt und kam eigentlich nur vom Regen in die Traufe. Die Vorgängerin war überlastet und das so weit das sie selbst den Bogen mit ihrer Gesundheit weit überspannte. Der neue Hausarzt kannte meine Leistungsfähigkeiten nicht und stellte diese sogar in das Reich der Fabeln ein. Gut, wird schon so sein, das ein anderer der mir weitläufig ähnlich sah für mich bei den ganzen Wettkämpfen mitgemacht hat und die Urkunden und Medaillen geholt hat.

Leider bin ich mittlerweile an einem Punkt, wo man sagen muss: Es muss was passieren. Abends ins Bett zu gehen und beten das nachts kein Schleimpfropf den Bronchien entweicht und einem wohl möglich, dadurch die Luft ausgeht, ist keine lustige Vorstellung.

Ich suche nun meinen Weg zurück. Vorbei an Zweifler, Halbwissende.

Eigentlich müsste ich ja nur bei mir selbst nachlesen. Ich hab das ganze ja schonmal gemacht und geschafft. Allerdings – mit heutigem Wissen – müsste ich sagen, das ich damals zwar viel Erfolg hatte, aber bei weitem nicht alles richtig gemacht habe. So einen Vollstopp mit Ernährung und Bewegung, wie ich diesen 2011 hingelegt habe, würde man heute nicht mehr so machen.

Diesmal soll aber alles anders laufen. Mit Hilfe von Medizinern.

Derzeit bin ich noch auf der Suche nach

• einem Hausarzt
• einem Lungenarzt
• einem Orthopäden

die mit mir den Weg gemeinsam gehen würden. Einen sehr guten Physiotherapeuten bringe ich selbst mit.

Willst Du mich auf diesem Weg begleiten? Dann folge doch einfach meinem Blog…

Foto: Norbert Beck

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2 thoughts on “Darf ich mich vorstellen?

  1. Hallo Thunderhawk!

    Natürlich bist Du noch bekannt!
    Schön, wieder von Dir zu lesen!

    Und ich hoffe, dass Du irgendwann mal wieder neu startest!

    Gruss,
    Dirk

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