Die Ernährung und ich

Der Volksmund sagt, bevor alles zuende geht, wird man Katholisch. Naja, kann bei mir nicht mehr zutreffen, da ich gerade aus diesem krudem Haufen vor etwa 20 Jahren ausgetreten bin, aber es soll wohl soviel heißen, das man in Notlagen zu jedem Strohhalm greift, der sich einem bietet.

So in etwa muss ich im nachhinein meinen Weg ins Veganer-Lager bewerten, den ich vor einigen Jahren beschritt. Während mit Schmerzen, Asthma, Entzündungen alles um mich zusammenzubrechen begann, suchte ich mein Heil darin, auf eine Lösung die per se als Top-Gesund vorgestellt wird. Glaubt mir, auch als Veganer kann man komplett ungesund leben, genauso wie es Diäten gibt die angeblich nur auf dem Essen bei McDonalds basieren.

Nein, vegane Ernährung bremste bei mir den Verfall nicht. Es stoppte nicht das die Kilos wieder kamen, es half mir nichts bei meinen anderen gesundheitlichen Problemen. Vermutlich war es die rosarote Brille, des was Gutes tun, die mich immerhin über 2 Jahre durchhalten ließ.

Irgendwann kamen die Probleme, wo der Rat war „Milchprodukte“ wären jetzt sehr nützlich. Ei und Fisch kam auch wieder um die Ecke. Und wenn ich mir meinen aktuellen Status ansehe, würde es Flexitarier gut treffen.

Mein Problem ist, wenn der Rücken zu sehr schmerzt, vernünftiges Kochen kaum möglich ist, bzw. wenn ich eine Krankheitsphase habe, das dann oft zu eintönig, zu ungesund, zu trashig gekocht wird. Dazwischen gibt es immer Ansätze wo es dann mal besser wird, die dann oft von der baufälligen inkompletten Küche ausgebremst und von einer Mitesserin zu nichte gemacht werden.

Wenn ich koche, ist das Essen für zwei. Einmal für mich, dann für meine Mutter. 83 Jahre alt, schwerstbehindert und essfaul. Alles was bischen mehr gekaut werden muss, wird wieder ausgespuckt und einem ekelhaft in Taschentüchwickeln irgendwo versteckt. Und da fangen auch die Probleme an.

Meine Zeit reicht nicht um für zwei Leute zweierlei Gerichte zu kochen. Koche ich was was jeder isst, gehe ich und meine Gesundheitsbestrebungen unter.

Das derzeitige Ziel wäre eine kurzfristige Umstellung auf LowCarb um erstmal möglichst schnell, einen guten Ansatz wieder herzustellen. Nur wenn ich die Sammlung an Rezepte sehe, die ich bisher gefiltert habe, die wir beide Essen würden, sieh das ganze leider sehr sehr mau aus.

Manchmal wünschte ich mir jemand an meiner Seite der beim Planen hilft. Nur ich fürchte, das hier flüchtend reisaus genommen würde. Auch was das Betrifft was ich perse nicht Esse. Ich sage nur Brokoli.

Foto: romanesco-gemüse-grün-lebensmittel-3493007 von jplenio auf pixabay.com nach Pixabay-Lizenz

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