Die Sache mit der Angst

Angst verleiht Flügel, sagt eine alte Weisheit. Angst kann vor Schaden schützen. Angst kann aber auch Krank machen. Feinde sind für diese, diejenigen die nichts anderes zu tun haben, als Angst zu machen.

Gerade in der aktuellen Corona-Pandemie müssen viele Menschen sich ihren Ängsten stellen. Angst vor etwas was nicht greifbar ist. Angst vor etwas was Unsichtbar ist. Angst, wo andere Menschen, Angst vor machen.

Vor etwa einer Woche warf Komiker, Schauspieler und Theaterbesitzer Dieter Hallervorden, dem SPD-Epidemiologen Karl Lauterbach Panikmache vor. Ein harter Vorwurf. Aber leider nicht von der Hand zu weisen. Sicher mögen die Äußerungen des Experten gut gemeint und wahrscheinlich durchaus fundiert sein. Sie sind aber auch gefundenes Fressen, für Menschen die Angst vor der Angst haben. Und das hier zahlreiche Politiker im Schwarzmalen reichlich mitmachen, scheint die Betroffenen nur noch zu bestätigen.

Überall wartet der Virus. Alles was man anfasst muss vorher desinfiziert sein. Die Hände werden mehrfach gewaschen. Am besten nach jedem Handgriff. Es könnte ja wieder was an die Hand gekommen sein. Lockdown. Der war nicht umsonst, da ist eine Gefahr. Im Kreis, hat es wieder einen neuen Corona-Fall gegeben. Einen auf 100.000 Einwohnern. Schnell das Kind aus dem Kindergarten, es könnte ja sein, dass das Kind sich ansteckt. Eine Angstspirale, die die Betroffenen erst gar nicht bemerken. Eine Spirale aus der die Betroffenen ohne Hilfe alleine oft nicht wieder rauskommen.

Gibt es nicht? Leider doch. Neben einer steigenden Anzahl von Depressionen werden vermehrt Angststörungen festgestellt. Laut der Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina ist es noch zu Früh um Langzeiteffekte zu bewerten. Allerdings, konnten Experten in Spanien, Südafrika und Deutschland schon feststellen, das in Spanien sich in den ersten 100 Tagen der Pandemie die Zahl der Menschen mit depressiven Symptomen verdoppelt hat bzw. man zu mindestens starke Steigerung der Krankschreibungen aus psychischen Gründen feststellen kann.

Besonders gefährdet sind Menschen die ohnehin psychisch vor erkrankt sind, Frauen, Jüngere und sozial Schwache.

Problematisch ist, dass die Angst bei betroffenen intensiv ist und lange anhält, der realen Gefahr aber nicht angemessen ist. Für Betroffene ist diese Angst aber unkontrollierbar, daher versuchen sie der bedrohlichen Situation zu entfliehen. Dies führt zu extremen Einschränkungen in der Lebensführung, weil immer mehr Situationen vermieden werden.

Insofern muss ich an dieser Stelle Dieter Hallervorden recht geben: Das das was einige Experten machen, schon hart an die Grenzen zur Panikmache geht. Zumal keine positive Perspektive geboten wird. Hier muss man aber auch von Experten zu Experten differieren. Insbesondere der Virologe Dorsten, fällt hier seit kurzem positiv auf, indem Ideen ausgearbeitet werden, wie ein neuer Lockdown vermieden werden kann.

Eine Gefahr die scheinbar allzu sehr außer acht gelassen wird, sind die Schäden durch die Maßnahmen hervorgerufen werden. Und hier sind nicht nur die wirtschaftlichen Schäden gemeint, sondern auch die Gesundheitlichen.

Foto: Norbert Beck

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